Walter K. Wavruska: Braucht die Menschheit ein neues Weltbild?


1. Teil: Aufsätze zur Weltbildfrage, veröffentlicht in den Jahren 1958-1968

Seit der Anerkennung des kopernikanischen Weltbildes durch die offizielle Wissenschaft haben viele Geistesgrößen wie J. W. von Goethe, A. und W. von Humboldt, Franz von Baader, Hegel und nicht zuletzt C. F. Gauß, der große Mathematiker und Astronom mehr oder weniger deutlich die Frage nach einem neuen Weltbild gestellt und teils sogar sehr offen ihre Bedenken gegenüber dem heliozentrischen System laut werden lassen. Sie alle spürten die geistige und seelische Leere, die von diesem auf mechanischen Grundsätzen aufgebauten Paradigma ausgestrahlt wurde, und es erging ihnen wie Nietzsche, der in seiner "Genealogie der Moral" sagt: "Seit Kopernikus scheint der Mensch auf eine schiefe Ebene geraten zu sein; er rollt immer schneller aus dem Mittelpunkt weg - und wohin? Ins Nichts, in das durchbohrende Gefühl seines Nichts."
Unabhängig von diesen Äußerungen und ungeachtet der fortwährend zum Teil sehr lautstark vorgebrachten Proteste wurde das vorerst als Rechenmodell konzipierte heliozentrische System mit der kosmischen Wirklichkeit gleichgesetzt. Diese Gleichsetzung führte dazu, daß die Stellung der Erde im Raum und damit die Stellung des Menschen im Universum neu festgelegt, Gott als nicht aufzufindende Unbekannte aus der großen Gleichung eliminiert und der Glaube an die Unfehlbarkeit der Wissenschaft als Religion eines neuen Zeitalters einer autoritätsgläubigen Menschheit apodiktisch offeriert wurde.
Wohin dies alles geführt hat und uns noch führt, können wir heute mühelos erkennen, schreibt der Autor und weist gleichzeitig darauf hin, daß er bereits vor einigen Jahrzehnten in zahlreichen Presseveröffentlichungen sein großes Unbehagen gegenüber der heute als richtig anerkannten Weltschau spürbar werden ließ.
Verstärkt wird dieses Mißtrauen, wenn man erfährt, daß Geheimdossiers der US-Weltraumbehörde NASA existieren, die Meßergebnisse von Raumsonden enthalten, welche die vor mehr als 30 Jahren getätigten Aussagen des Autors bestätigen, wie etwa die Nichtkonstanz der Lichtgeschwindigkeit oder die nicht den errechneten Schwereverhältnissen des Mondes entsprechenden lunaren Gravitationswerte, woraus gefolgert werden kann, daß auch andere Behauptungen des astrophysikalischen Bereichs, bisher als unumstößliche Wahrheiten in den Lehrbüchern zu finden, geändert bzw. neu interpretiert werden müssen, was wiederum in der Gesamtschau zu völlig neuen astronomischen Schlußfolgerungen führen dürfte.
Immerhin wird inzwischen in physikalischen Kreisen erkannt, daß ein gut funktionierendes Rechenmodell noch lange nicht die kosmische Wirklichkeit zu sein braucht und daß, wie die Worte des leider allzu früh verstorbenen Vorstandes des physikalischen Institutes der Universität Wien, Prof. Dr. Roman Sexl, unter Beweis stellen, das "Weltbild des Inneren Kosmos" ein "Alternativ-Weltbild" ist, welches nicht nur alle astronomischen Erscheinungen und astrophysikalischen Gegebenheiten widerspruchslos zu erklären vermag, sondern interessante Aspekte bezüglich der Querverbindung zwischen Physik und Philosophie eröffnet. Damit wird in letzter Konsequenz die Frage nach dem "Woher und Wohin" des Menschen einer sinnvollen Erklärung zugeführt.
Ein Buch zum Nachdenken auch für jene Leser, die "Welt, Mensch und Gott" aus einer anderen Sicht sehen als der Autor.


Aus dem Inhalt

Revolution in der Astronomie - Geheimnisse um die Aufhebung der Schwerkraft - Bauwerke auf dem
Mond? - Ist die Sonne ein kalter Körper? - Geheimnisvolle Sonnenstrahlen - Die Wahrheit in der Wissenschaft - Ist unsere Erde wirklich ein Planet? - Was der Astronomie über den Horizont geht - Infrarot, der Schlüssel zum wahren Weltbild? - Wenn Natur keine Geraden kennt - Schatten über der Raumforschung - Astronomie vor zwei Jahrtausenden - Am Rande des Erkennbaren - Fernsehempfang aus fast 20 000 km Entfernung - Konvex oder konkav gewölbt? - Horizont: ein optisches Phänomen? - Neue Rätsel in der Physik - Der Mond, ein lebender Organismus? - Der Mond, rätselhafter denn je - Bilder vom Mars - Mythologische Gedanken zur Höhlenwelt - Die Enträtselung der Edda - Die Geheimlehre des Veda und das Weltbild des inneren Kosmos.


Leseprobe

DIE HEAVISIDE-SCHICHT IST TOT ...!
Sie hatte eine Lebensdauer von genau sechzig Jahren. Geboren wurde sie im Jahre 1897, als der Italiener Marconi die erste Radioverbindung zwischen Europa und Amerika herstellte. Damals wurde dieser Versuch auf Grund der angeblichen 'konvexen Erdkrümmung' für undurchführbar erklärt. Als er dennoch gelang, sahen sich die Professoren gezwungen, teils um ihre Ehre, aber noch mehr, um die gute Vollkugelerde zu retten, ebenfalls unter die Erfinder zu gehen. So erblickte die Heaviside-Schicht das Licht der Welt.
Obwohl es in späteren Jahren möglich wurde, den Funkverkehr mittels 'gerichteter Wellen' zu verbessern, tat dies obiger Schicht weiter keinen Abbruch. Sie umgab weiterhin den 'Planeten' Erde und tat weiter ihre Schuldigkeit, die darin bestand, sämtliche Radiowellen, ob gerichtet oder nicht, zur Zufriedenheit aller Sender und Funkamateure dorthin zu lenken, wo sie gerade gebraucht wurden.
Sechzig Jahre lang! Und dann kam das Jahr 1957 und mit ihm der gelungene Start des 'Sputnik I'. Dieser flog rund 500 km oberhalb der Heaviside-Schicht, und - oh Wunder! - man empfing seinen äußerst schwachen Sender nicht nur tadellos, sondern auch auf Stationen, die unter dem optischen Horizont, ja sogar auf der Gegenseite der angeblichen Konvexerde lagen!
Die Wissenschaft quittierte dieses Satellitenergebnis vorwiegend mit Schweigen. Erst jetzt, zwei volle Jahre später, bestätigt man das unbemerkte Ableben diese funktechnischen Phänomens mit der verschämten Erklärung, daß sich die Funkstrahlen 'eigentlich' doch der Erdkrümmung anpassen. Ich sage 'verschämt', denn würde man diese Feststellung laut verkünden, so kämen sicherlich diese vertrackten Innenweltler daher mit der indiskreten Frage: "Wenn sich schon die Funkstrahlen krümmen, wie müssen sich da erst die Lichtstrahlen verhalten???"
Andererseits läßt sich aber die wellenspiegelnde Zone der Ionosphäre nicht mehr so recht halten, denn es geben ja bereits hohe russische Militärs zu - so zum Beispiel Generalmajor Pokrowski, der Leiter der Abteilung 'Interkontinentalrakete' -, daß die Lenkung der ferngesteuerten Raketen mittels Richtstrahlen erfolgt. Dabei spielt sich der Vorgang ungefähr so ab: Drei oder vier Sender senden Richtstrahlen auf das Ziel aus. Diese Richtstrahlen bilden das unsichtbare Kanonenrohr, durch das die Rakete fliegt. Sobald sie von ihrer Bahn abweicht und die 'Wand' des 'Rohres' berührt, korrigieren Funkimpulse ihren Kurs.
Obwohl man dem geduldigen Publikum allerhand vorsetzen kann, wagt man doch nicht zu behaupten, daß die Raketen im Zick-Zack-Flug zwischen der Heaviside-Schicht und der Erdoberfläche bis zum Ziel fliegen.
Der Mohr hat seine, d.h. die Heaviside-Schicht (in letzter Zeit ausschließlich als Ionosphäre angesprochen) hat ihre Schuldigkeit getan; sie kann gehen. Der Ersatz: 'gekrümmte Radiowellen' ...
Für wie lang?

ISBN 3-9805725-1-X / 340 Seiten / 15 sw-Abbildungen / 19,50 Euro